Zum Inhalt springen
KOSTENFREIES PLAYBOOK - 9 SEITEN - AUSGABE 2026
ERP-Playbook für Geschäftsführer: Die entscheidenden Weichen vor Auswahl und Einführung
9 Seiten für Geschäftsführung, Inhaber und Entscheider im fertigenden Mittelstand. Was Sie selbst entscheiden müssen, wo die größten Risiken liegen und was Sie nicht an IT oder Implementierungspartner delegieren sollten – ohne Fachjargon, in wenigen Minuten erfassbar.
Playbook kostenfrei per E-Mail erhalten
Vorname & Nachname
Warum dieses Playbook

Warum ein ERP-Projekt kein delegierbares IT-Projekt ist

Ein ERP-Wechsel ist eine der weitreichendsten Entscheidungen, die ein mittelständisches Unternehmen in einem Jahrzehnt trifft. Er greift in jeden Kernprozess ein, bindet über Monate die besten Leute und legt fest, mit welchen Daten das Unternehmen in den kommenden Jahren arbeitet. Dennoch wird er erstaunlich oft wie ein IT-Projekt behandelt – an die IT delegiert, vom Implementierungspartner geführt, an Funktionslisten entschieden. Drei Risiken, die dabei fast immer entstehen:

  1. Falsche Weichen vor der Auswahl

    Ohne strategische Ziele und Soll-Prozesse wird aus dem Altsystem heraus spezifiziert – und die Vergangenheit mit anderen Worten beschrieben. Die Demo des Anbieters entscheidet, nicht die Passung zu Ihren Prozessen.

  2. Fehlende Governance

    Der Implementierungspartner berichtet im Lenkungskreis seinen eigenen Status, niemand auf Kundenseite prüft ihn. Change Requests werden durchgewunken; das Budget stirbt nicht mit einem Knall, sondern in kleinen Häppchen.

  3. Unklare Abnahmekriterien

    Der Vertrag des Anbieters enthält viele Seiten Lizenzbedingungen und wenige Seiten dazu, was geliefert wird. Abgenommen wird nach Gefühl („es läuft“) statt gegen Ziele – und der Go-Live gilt als Ende, obwohl er der Anpfiff ist.

„Die Wahrheit früh zu hören ist fast immer billiger, als sie spät zu lernen.“
Der rote Faden

Die drei Kernbotschaften des Playbooks

Ein ERP-Projekt ist eine Unternehmensentscheidung, kein IT-Projekt.

Es entscheidet, wie Ihr Unternehmen in den nächsten zehn Jahren arbeitet. Deshalb gehört es auf die Agenda der Geschäftsführung – mit Ihnen im Lenkungskreis, nicht nur bei der Budgetfreigabe.

Die Weichen werden vor der Software gestellt.

Strategische Ziele und Soll-Prozesse zuerst, dann Anforderungen, dann Anbieter. Wer mit der Systemfrage beginnt, bekommt Antworten von gestern.

Wer unabhängig auf Kundenseite steuert, entscheidet über Zeit, Budget und Nutzen.

Hersteller und Partner haben legitime eigene Interessen. Was fehlt, ist jemand, der den Ablauf viele Male gesehen hat und ausschließlich Ihre vertritt.

Was Sie im Playbook erfahren

  • Welche drei Entscheidungen vor dem ersten Anbieterkontakt fallen müssen – und warum sie niemand für Sie treffen kann.

  • Woran Sie erkennen, ob eine Anbieter-Demo eine Entscheidungsgrundlage ist oder Theater.

  • Was in Ihren ERP-Vertrag gehört: Kostendach, Abnahmekriterien, Change-Request-Verfahren, Sonderkündigungsrecht nach dem Primotyp.

  • Wie Sie den Lenkungskreis aufsetzen, damit der Implementierungspartner nicht sich selbst steuert.

  • Sieben Management-Gates: Was vor jedem nächsten Schritt entschieden und freigegeben sein muss.

  • Drei Praxisbeispiele, in denen eine unbequeme Führungsentscheidung das Projekt schneller und günstiger gemacht hat – plus die Gesellschafter-Perspektive für Holdings und Beteiligungsgesellschaften.

Playbook kostenfrei anfordern

9 Seiten · 15 Minuten Lesezeit · sofort per E-Mail

Auszug aus dem Playbook

Die wichtigsten Entscheidungen vor der ERP-Auswahl

Die folgenden Abschnitte fassen die Management-Kapitel des Playbooks zusammen. Sie sind eigenständig lesbar; das PDF vertieft jeden Punkt mit Dos & Don'ts, Gates und Beispielen.

Strategie vor System

Die wirkungsvollsten Tage einer ERP-Auswahl sind die, an denen kein Systemname fällt. Am Anfang steht die Frage, womit das Unternehmen in fünf Jahren Geld verdient, was der Kunde dann wirklich kauft und welche Rolle Service, Varianten oder neue Märkte spielen. Daraus entstehen die strategischen Ziele, die das ERP tragen soll – und aus ihnen die Soll-Prozesse. Erst dann lohnt der Blick auf Systeme. Wer so beginnt, schreibt keine Anforderungsliste mit Hunderten von Zeilen, sondern ein priorisiertes Leistungsverzeichnis, das das eigene Geschäftsmodell beschreibt. Und er entdeckt meist eine Reihe von Verbesserungen, die gar keine neue Software brauchen, sondern klare Verantwortung, einen geänderten Ablauf oder saubere Stammdaten. Auch die Frage „Cloud oder On-Premise?“ ist keine Glaubensfrage, sondern eine Konsequenz aus Regulatorik, eigener IT-Mannschaft, Individualisierungsbedarf und Gesamtkosten.

Warum eine Demo noch kein Systemtest ist

Die Demo war beeindruckend – flüssige Oberflächen, schnelle Antworten. Nur: Gezeigt wurde ein Musterunternehmen, nicht Ihres. Der Anbieter zeigt, was sein System am besten kann; verkaufen ist sein Job. Ihr Job ist ein anderer: herauszufinden, ob das System zu Ihren Prozessen passt, auch zu den unbequemen. Deshalb bekommen Anbieter in einer strukturierten Auswahl ein Drehbuch: dieselben End-to-End-Fälle mit Ihren Daten für alle Anbieter, ein einheitlicher Bewertungsbogen für die Key User. Die Show-Unterschiede verschwinden, die echten Unterschiede werden sichtbar – nicht selten dreht sich die Rangfolge. Die Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung kombiniert Anforderungserfüllung, Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, strategischen Fit, Prozess-Workshops und Referenzgespräche. Hersteller und Implementierungspartner werden dabei getrennt bewertet: Dasselbe System wird von verschiedenen Partnern völlig unterschiedlich umgesetzt.

Der Vertrag ist der erste Tag der Partnerschaft

Ein typisches Anbieterangebot: viele Seiten Lizenzbedingungen, Tagessätze und AGB – und wenige Seiten dazu, was tatsächlich geliefert wird. Auf dieser Basis lässt sich weder abnehmen noch steuern. Wer beim Vertrag nicht weiß, wie abgenommen wird, verhandelt es beim Go-Live – aus der schwächsten Position. In einen ERP-Vertrag gehören ein Leistungsumfang, der sich auf die priorisierten Anforderungen bezieht; Abnahmekriterien, die später Readiness-Test und Abnahme tragen; ein Change-Request-Verfahren mit klarer Preislogik; ehrlich benannte Mitwirkungspflichten; Regelungen für eine Go-Live-Verschiebung; ein Sonderkündigungsrecht nach dem Primotyp – und werkvertragliche Elemente mit Kostendach statt reiner Aufwandsabrechnung. Wie beim Hausbau gilt: Sie zahlen nach Baufortschritt und gehen nicht in Vorleistung.

Steuerung statt Hoffnung: die Einführung aus Führungssicht

Nach der Unterschrift verschieben sich die Kräfte: Der Implementierungspartner hat einen Vertrag, ein Team und einen Plan – der Kunde oft nur den Wunsch, dass es gut geht. Eine Projektleitung auf Kundenseite mit echter Entscheidungsbefugnis gleicht das aus, ob extern oder intern mit Sparringspartner. Dazu gehört ein Lenkungskreis, der entscheidet, was der Projektleiter nicht entscheiden darf – Budget, Ressourcen, Prioritäten, Vertragsfragen – und eine Kultur, in der Eskalation Handwerk ist, kein Eingeständnis. Ein einfacher Test für die Steuerungsqualität: Kann jeder Beteiligte den Projektstatus in einer Minute sagen? Die Key User, die Sie im Tagesgeschäft am wenigsten entbehren können, sind genau die, die das Projekt braucht – freigestellt, sichtbar, ab dem ersten Tag am System. Und der Go-Live ist nicht das Ziel: Über die Akzeptanz entscheiden die Wochen danach, über den Erfolg die Unternehmensziele, die vor dem Start gemessen wurden.

Sieben Management-Gates

Ein gutes ERP-Vorhaben folgt elf Kernschritten – von der Strategiedefinition über Soll-Prozesse, Anforderungen, Ausschreibung und Vertrag bis zu Primotyp, Class Rooms, Readiness-Test, Cut-over, Go-Live und Abnahme. Für die Geschäftsführung zählt dabei nicht die Methodik, sondern die Frage: Was muss vor dem nächsten Schritt entschieden und freigegeben sein? Das Playbook übersetzt die elf Schritte in sieben Gates – von „strategische Ziele stehen, ohne Systemnamen“ bis „der erste Monatsabschluss lief im neuen System, der Soll-Ist-Abgleich liegt vor“. Erst dann ist das Projekt fertig – und die letzte Rate fällig.

Aus der Praxis

Drei Situationen, eine Führungsentscheidung zur richtigen Zeit

Unterschrift in fünf Monaten

Maschinenbauer, zwei Standorte, ERP abgekündigt. Der Geschäftsführer entschied, zuerst Soll-Prozesse und ein priorisiertes Leistungsverzeichnis zu erarbeiten – statt sofort Anbieter einzuladen. Fünf Monate nach Kick-off war unterschrieben, jede Entscheidung vorbereitet im Lenkungskreis getroffen.

Ein Tag, der Wochen sparte

Hersteller von Befestigungstechnik, Anforderungsliste mit mehreren hundert Punkten aus dem Altsystem heraus gedacht. Die Geschäftsführung stoppte um einen Tag: Die Key User sahen zwei moderne Systeme live. Die Liste wurde kürzer und besser, die Ausschreibung um Wochen kürzer.

Der stille ERP-Wechsel

Laufende ERP-Kosten fast auf dem Niveau der Einführung, kein Kostendach. Statt weiter zu zahlen: unabhängiges Assessment, stille Ausschreibung, herstellerneutrale Auswahl. Neues System, laufende Kosten bei einem Bruchteil.

Ausgewählte Referenzen
  • Hauff-Technik
  • Chr. Mayr
  • Eugen Forschner
  • mymuesli
  • elobau
  • IPETRONIK
  • Rösle
  • everdrop
  • EVUM Motors
Alle Referenzen ansehen
„Wenn ich nochmal ein ERP einführen würde, dann von Beginn an mit einem Berater, der das Unternehmen und die infrage kommenden Systeme kennt.“
Philipp Kraiss · Mitgründer mymuesli
Für Ihr Projektteam

Für Ihre IT- und Projektleitung: die Praxisversion

Sie wollen Ihr Projektteam fachlich ausstatten? Das ERP-Praxis-Playbook für IT-, ERP- und Projektverantwortliche (32 Seiten) vertieft jeden Punkt dieses Playbooks: Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vertrag, Primotyp, Readiness-Test, Cut-over, Rollenübersicht und ein Selbstcheck mit zwölf Fragen.

Das Playbook für Ihre nächste Geschäftsführungssitzung

9 Seiten, 15 Minuten Lesezeit, kostenfrei. Sie erhalten sofort eine E-Mail mit dem Download-Link.

Häufige Fragen zur ERP-Auswahl aus Geschäftsführungssicht

Sie stehen vor einer ERP-Entscheidung?

In einer kostenfreien ERP-Projektdiagnose ordnen wir in 60 Minuten ein, wo Ihr Vorhaben steht – vor der ersten Weiche, mitten in der Auswahl oder in einer kritischen Projektphase – und was die nächsten 90 Tage entscheidet. Unverbindlich, bei Ihnen, bei uns oder per Video.