2.11.2023

Daten-Souveränität

Die Bedeutung von Daten-Souveränität hat in den letzten Jahren mit der wachsenden Nutzung von Cloud-Lösungen erheblich zugenommen. Cloud-Computing bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, wie Skalierbarkeit, Flexibilität und Kostenersparnisse. Gleichzeitig bringt es jedoch auch Fragen hinsichtlich der Kontrolle und Sicherheit von Daten mit sich. Wie vielfältig das Schlagwort der Daten-Souveränität jedoch betrachtet werden kann – oder muss – zeigen 3 Zitate:

Die Perspektiven zu diesem Thema gehen also vom Nutzungsrecht des Unternehmens, über den weiten Begriff der Freiheit in der digitalen Welt bis in die Beziehung zwischen Marken und Kunden. In unserer Beratungsarbeit kommt dabei zudem ein Aspekt hinzu, der nicht selten mit dem Beispiel russischer Gaslieferungen illustriert wird: „Was passiert mit unseren Daten, wenn diese aus politischen oder wirtschaftspolitischen Verwicklungen nicht mehr zugänglich sind?“. Eine berechtigte Frage, die zunehmend Augenmerk verdient. Denn gerade Cloudlösungen „liegen irgendwo“ und brauchen strategisches Augenmerk auf höchster Führungsebene. Daneben gibt es zahlreiche Bestrebungen der EU hinsichtlich einer europäischen Digitalstrategie, die Insider sicherlich kennen und verfolgen, in der breiten mittelständischen Unternehmerschaft allerdings noch kaum Beachtung findet.

Die Frage der Datenhoheit ist für viele Unternehmen ganz faktisch da. Dabei sollte es keine Frage sein.

Was bedeutet in Bezug auf Cloud-Lösungen der Begriff der Datenhoheit? Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die volle Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst bestimmen können, wo und wie ihre Daten gespeichert und verarbeitet werden. Insbesondere bei globalen Cloud-Anbietern kann dies eine Herausforderung darstellen, da die Daten möglicherweise über verschiedene Länder und Rechtsordnungen hinweg übertragen und gespeichert werden. Um die Daten-Souveränität zu gewährleisten, müssen Unternehmen klare Vereinbarungen mit ihren Cloud-Anbietern treffen und eines sicherstellen: die Daten müssen in Übereinstimmung mit ihren Anforderungen und Richtlinien gehandhabt werden. In unserer Beratungspraxis begegnen uns diese Situationen sehr direkt und werden im Zusammenspiel mit unterschiedlichsten Prozessen, die auf diese Daten zurückgreifen zu einer komplexen Betrachtung. Und zu einem Thema, das wir direkt auf Führungsebene adressieren.

Es kann also daraus geschlussfolgert werden – die physische Lage der Datenzentren spielt eine zentrale Rolle bei der Daten-Souveränität. Das ist richtig, das ist aber nicht alles: Einige Unternehmen bevorzugen eine Speicherung ihrer Daten in Datenzentren in ihrem eigenen Land oder in bestimmten geografischen Regionen. Dies kann aus verschiedenen Gründen wichtig sein, wie zum Beispiel die Einhaltung von nationalen Sicherheitsbestimmungen, das Vertrauen der Kunden oder die Notwendigkeit, bestimmte Daten lokal zu halten. Die Wahl eines Cloud-Anbieters mit entsprechenden regionalen Rechenzentren kann dazu beitragen, die Daten-Souveränität zu gewährleisten.
Neben den rechtlichen und physischen Aspekten der Daten-Souveränität ist auch das Bewusstsein für die Risiken von Datendiebstahl, unbefugtem Zugriff und Datenverlust von großer Bedeutung. Eine Sicherstellung von angemessenen Maßnahmen zum Schutz ihrer Daten in der Cloud, sei es Verschlüsselung, Zugriffskontrollen oder regelmäßige Überprüfungen ist für jedes Unternehmen entscheidend.

Daten-Souveränität ist kein Einzelpunkt und muss individuell betrachtet werden. Die Methode der Zendigma DigitalisierungsMap schafft Sicherheit.

Die DigitalisierungsMap von Zendigma ist eine einzigartige und auf praktische Projekterfahrung beruhende Methode, die alle Aspekte einer Auswahl und Implementierung von Business Software berücksichtigt. Selbstverständlich auch das Thema Daten-Souveränität – und das in transparenten Zusammenhängen mit der individuellen Unternehmensstrategie und konkreten Prozessen.